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    Regionalschule statt Kepler? PDF Drucken E-Mail
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    Geschrieben von Sascha Koczeba   
    Dienstag, 4. Dezember 2007

    Kommt die Regionalschule für die Kepler?

    Wie bereits oft erwähnt, sieht es für die Johannes-Kepler-Realschule wohl nicht so gut aus. Nach meinem letzten Mailverkehr und Gespräch mit Frau Axer musste ich leider hören, dass es wohl so gut wie sicher ist, dass Die Kepler zur Anna-Siemsen-Hauptschule geht und das Gebäude der Johannes-Kepler-Schule abgerissen wird, um das attraktive Bauland zu veräußern.

    Warum ich die Hoffnung trotzdem nicht aufgebe, erklärt Euch vielleicht der Rest des Artikels... 

    Auf der Internetseite der Hansestadt Lübeck im Bereich Bildung gibt es Dokumente zur Schulentwicklung zu lesen. Im Schulentwicklungsplan Teil I: Grundlagen, Bestandsaufnahme, Prognosen und Entwicklungsperspektiven beispielsweise las ich folgendes:

    "Einrichtung einer fünfzügigen Regionalschule für die Stadtteile St.Gertrud und Schlutup:

     Es wird vorgeschlagen, den Standort Johannes-Kepler-Realschule (24 Unterrichtsräume) als Nukleus des fünfzügigen Regionalschulangebotes und entsprechend auszubauen...." 

    Quelle: www.luebeck.de 

    Dies würde zwar bedeuten, dass kein Weg an der Regionalschule vorbei führt, sie dann aber zumindest als Johannes-Kepler-Regionalschule und mit den differenzierten Jahrgangsstufen 7-10 an dem Standort unserer alten Schule fortgeführt wird. 

    In den Lübecker Nachrichten war hingegen am Sonntag folgendes zu lesen: 

    "Lübeck nimmt klaren Kurs auf die Regionalschule

    Die CDU hat in der Bürgerschaft unmissverständlich klar gemacht, wohin der bildungspolitische Kurs in Lübeck steuert. Was bedeutet das konkret? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

    Was bedeutet der Beschluss der CDU-Mehrheit in der Bürgerschaft für die Holstentor-Realschule?
    Die Einrichtung an der Wendischen Straße (544 Schüler) kann nicht, wie geplant, zum nächsten Schuljahr Gemeinschaftsschule werden. Für diese Schulform haben sich zwar Lehrer, Schüler und Eltern entschieden. Aber der Schulträger, also die Hansestadt, legt fest, welche Schule sich in Regional- und welche sich in Gemeinschaftsschule umwandelt. Ausnahme sind die drei bestehenden Gesamtschulen, die qua Gesetz 2010/2011 zu Gemeinschaftsschulen werden........
    ..........

    .......... 

    Wirft der Umbau des Schulsystems weitere Probleme auf, über die noch keiner redet?
    Ja. Der vorläufige Entwurf zur Schulentwicklungsplanung sieht auch Schließungen von Schulen vor. In der Diskussion stehen die Johannes-Kepler-Schule, die Mühlenweg-Schule, die Francke-Schule und die Luisenhof-Schule. dor "

    Quelle: www.ln-online.de 

    Tja, das würde natürlich die These der Kepler untermauern, allerdings hat heute der Landesverband Deutscher Realschullehrer einen Aufruf zum Volksentscheid gestartet und auf ihrer Internetseite die Unterschriftenformulare zum Download bereitgestellt und schreibt dazu folgendes:

    "Verband der Realschullehrer startet Volksinitiative zur Erhaltung der Realschule 

      Die Volksinitiative zur Erhaltung der Realschule hat begonnen. Seit heute sammelt der Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) in ganz Schleswig-Holstein Unterschriften, um die Realschule als eigenständige Schulform zu bewahren. Hintergrund der Volksinitiative ist das neue Schulgesetz, das der Schleswig-Holsteinische Landtag im Februar beschlossen hat. Danach wird die Realschule spätestens im Sommer 2010 abgeschafft. Die dann noch bestehenden Realschulen werden aufgelöst und in so genannte Gemeinschaftsschulen oder Regionalschulen umgewandelt, wobei es vielfach zu Zwangsfusionen von Realschulen und Hauptschulen kommen wird.

    Als Vorboten der schulischen Umwälzung haben sieben Gemeinschaftsschulen bereits im Sommer 2007 ihren Betrieb aufgenommen, im kommenden Schuljahr folgen die ersten Regional- und weitere Gemeinschaftsschulen. Der Preis dafür ist hoch: Mit der Auflösung der Realschulen verschwindet eine Schulform in der Versenkung, die mit Fug und Recht als äußerst erfolgreich bezeichnet werden kann. Der VDR befürchtet zudem als Folge des flächendeckenden Zwangszusammenschlusses von Haupt- und Real- zu Regional- und Gemeinschaftsschulen einen erheblichen Niveauverlust an Schleswig-Holsteins Schulen.

    Mit der Volksinitiative möchte der VDR das bildungspolitische Ruder herumreißen: Die Realschule soll wieder als ordentliche Schulart in das Schulgesetz zurückkehren, die Zwangsumwandlungen von Real- in Regionalschulen und die Zwangszusammenschlüsse von Real- und Hauptschulen sollen gestoppt werden. Stattdessen setzt der Realschullehrerverband dort, wo es erforderlich ist, auf Kooperationen zwischen den bestehenden Schularten.

    Von dem Erfolg seiner Volksinitiative ist der Verband überzeugt. Bei einer Meinungsumfrage im Juni dieses Jahres sprachen sich mehr als 70 Prozent der eintausend befragten Schleswig-Holsteiner gegen Zwangsfusionen von Haupt- und Realschulen aus. Zudem zeigen die Anmeldezahlen für das laufende Schuljahr, dass den Eltern und Schülern das Vertrauen in die neuen Schulformen fehlt: Die Gemeinschaftsschulen erreichen kaum die Zugkraft der bisherigen Schulformen, und die bestehenden Realschulen leiden unter der ihnen drohenden Umwandlung in Regionalschulen. Einzig die Gymnasien verzeichnen einen regen Zulauf, wobei abzusehen ist, dass nicht wenige Kinder Schwierigkeiten haben werden, den Anforderungen eines Unterrichts zu folgen, der nach zwölf Schuljahren zum Abitur führt.

    In den kommenden Wochen und Monaten werden Vorstand und Mitglieder des Landesverbands Schleswig-Holstein des VDR die politische Werbetrommel für die Volksinitiative rühren. Sobald die erforderlichen 20.000 Unterschriften zusammengekommen sind, muss sich der Landtag mit der Initiative befassen. Juristisch beraten lässt sich der VDR durch die im Verwaltungsrecht profilierte Kieler Rechtsanwaltskanzlei Weißleder & Ewer. Auf politischer Ebene hofft der Verband, die im Frühjahr gebildete „Allianz für ein besseres Schulgesetz“ wiederzubeleben. Als Vertrauenspersonen und damit als Ansprechpartner der Volksinitiative nach außen fungieren Frau Grete Rhenius, Herr Peter Hamer und Herr Michael Strobel."

    Quelle: www.vdr-sh.de 

     

    Also liebe Mitglieder, ich hoffe sehr, dass Ihr alle an der Unterschriftenaktion teilnehmt und die Johannes-Kepler-Realschule uns noch lange erhalten bleibt!! 

     
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